Wer wir sind

 

Frau HitzigIm Laufe der Jahre entwickelte sich aus dem reinen Streichorchester ein vollzähliges Sinfonieorchester, welches zu einem wichtigen Bestandteil im Kasseler Kulturleben geworden ist. Unter wechselnden Dirigenten führte es zahlreiche sinfonische Werke auf. Im Jahr 1992 übernahm Daniel Carlberg das Orchester. Unter seiner Leitung erfuhr das Orchester einen wahren Aufschwung und mit seinen zeitweise bis zu 65 Musikern konnten große und bekannte Werke der Orchesterliteratur zur Aufführung gebracht, wie z.B. Dvoraks 8. & 9. Sinfonie, die Symphonischen Tänze von Rachmaninow oder die Fantasieouvertüre zu Romeo und Julia von Tschaikowsky.

Neben den großen sinfonischen Orchesterwerken standen immer auch bekannte Solokonzerte, gespielt von jungen, talentierten Kasseler Musikern mit auf dem Programm. Genannt seien hier das Dvorak Cellokonzert mit Thilo Lapisch als Solist, das “Tripelkonzert” von Beethoven mit der Pianistin Gabriela Lendle, der Violinistin Uta Kirchner und der Cellistin Frauke Müller und das Flötenkonzert in C-Dur von Friedrich dem Großen mit Caterina Hahn.


Daniel Carlberg1998 beendete Daniel Carlberg vorerst die Arbeit mit dem Orchester, um sein Dirigentenstudium in Wien fortzusetzen. Mit ihm verließen auch viele der altangestammten Mitglieder das Orchester, so dass die Arbeit mit neuen Mitgliedern und einem neuen Dirigenten nahezu von vorn begonnen werden musste. Der junge Cellist und Dirigent Daniel Geiss übernahm das Orchester für drei Konzerte bis zum Frühjahr 2000. Unter seiner Leitung kamen unter anderem das Mozart Violinkonzert in G-Dur, ein Konzert für Klarinette und Orchester von Crusell und Beethovens 1. Sinfonie zu Aufführung.

Mit der Gründung des Vereins „Jugendsinfonieorchester Kassel e.V.“ am 30.05.1999 wurde dem bis dahin als private Initiative bestehenden Orchester schließlich eine dauerhafte organisatorische Struktur gegeben. Die Tätigkeiten und Ziele des Vereins sind in einer Satzung verankert, die organisatorische Leitung liegt ausschließlich in den Händen junger, engagierter Musiker, die Spaß an ihrer Arbeit haben. Erste Früchte dieser Arbeit konnten im September 2000 geerntet werden. Unter der nochmaligen Leitung von Daniel Carlberg trat das Orchester im Rahmen der Kasseler Museumsnacht und des HNA Sommerfestes bei einem Open Air Konzert mit Werken von Händel, Friedrich dem Großen und Grieg vor der einmalige Kulisse des Schloss Wilhelmshöhe im Bergpark Kassel auf.Eam

Seit dem Frühjahr 2001 konnte das Orchester kontinuierlich in jedem Jahr zwei sinfonische Konzertprogramme erarbeiten. Dabei stand das Orchester unter wechselnder musikalischer Leitung: Burkhart Schürmann, Lancelot Fuhry und Lorenz Nordmeyer führten das Orchester in den vergangenen Jahren als Dirigenten. Gespielt wurden unter anderem die 7. Sinfonie von Dvorak, die 5. Sinfonie von Tschaikowsky und die 3. Sinfonie von Mendelssohn. Traditionell konnten daneben verschiedene Musiker aus dem Orchester ihr Können in Solokonzerten darstellen, so zum Beispiel Felix Storch mit dem Klavierkonzert in a-moll von Grieg, Moritz Biskamp mit dem Trompetenkonzert von Arutiunian, Maciej Chodziakiewicz mit dem 1. Violinkonzert von Bruch und Sarah Wiederhold mit dem Cellokonzert in C-Dur von Haydn. Im September 2002 traten zudem erstmals verschiedene Ensembles aus dem Orchester in einem gemeinsamen Kammerkonzert auf.

Zu den wichtigsten Förderern ist einerseits die Stadt Kassel zu zählen, die durch das Kulturamt mit großzügigen Projektfördermitteln wesentlich dazu beiträgt, Planungssicherheit in die Finanzierung der einzelnen Konzertprojekte zu bringen. Daneben ist auch das ideelle und finanzielle Engagement der ||:chroNotenstaenderma Schule für Musik und Tanz mit Sitz in Vellmar hervorzuheben, die das Orchester im Frühjahr 2008 zum inzwischen siebten Mal zu einem Konzert nach Vellmar einladen und auf diese Weise die Anerkennung des Orchesters in der Region untermauern. Weiterhin ist das Orchester den Gothaer Versicherungen, Bezirksdirektion Werner Friedrichs, als bedeutendstem privaten Förderer herzlich verbunden. Besonders in der schwierigen Gründungsphase wurde die Arbeit des Vereins durch das große Vertrauen und die vielfältige Unterstützung von Herrn Friedrichs, der leider im Frühjahr 2004 verstarb, zum Großteil erst ermöglicht. Die erfolgreiche Arbeit des Jugendsinfonieorchesters wurde im Jahr 2001 durch die Verleihung des Kulturförderpreises der Stadt Kassel gewürdigt. Dabei wurde neben der musikalischen Arbeit auch die ehrenamtliche Leitung des Orchesters durch junge Musiker besonders hervorgehoben.

Im September 2004 veranstaltete das Orchester ein großes Jubiläumskonzert. Anlass waren das 5jährige Vereinsjubiläum sowie das 35jährige Orchesterjubiläum. Gespielt wurden in der gut gefüllten Kasseler Stadthalle unter der erneuten Leitung von Daniel Carlberg „Anstieg – Ausblick“ von Ulrich Stranz und die 1. Sinfonie in D-Dur „Der Titan“ von Gustav Mahler.

Für die Zukunft wünscht sich das Orchester, eine Fortsetzung der guten und kontinuierlichen Arbeit mit jungen, engagierten Musikern und Dirigenten. Wir hoffen auf weiterhin guten Zuspruch durch unser Publikum, auf die weitere Unterstützung unserer Sponsoren und darauf, dass sich auch in Zeiten knapper Kassen mehr Unternehmen für unsere Arbeit interessieren und uns unterstützen.